Wir trauern um unseren geliebten Aico

Aico, geboren am 04.04.2007 in Steinheim am Ahlbuch, kam am 21.06.2007 in unser Zuhause. Am Anfang etwas zurückhaltend, freundete er sich jedoch gleich mit seinem großen Freund Bronco an. Er war von Anfang an ein absolut Problemloser Hund. Das einzige welches er bis ins hohe Alter verlangte, waren Streicheleinheiten. Er brachte es beim Spazieren gehen auch fertig, sich vor fremde Leute zu setzen und zu warten, bis diese ihn Streichelten. Nachts kam er oft ans Bett, stupfte mich so lange mit seiner kalten Schnauze, bis ich ihn streichelte. Diese Streicheleinheiten dauerten aber nicht lange, denn nach ca. einer Minute war er so „benommen“, dass ihm die Beine wegglitten und er sofort wieder einschlief.

 

Aico entwickelte auch sehr schnell seinen eigenen Kopf, d.h. wenn er nicht wollte, dann wollte er einfach nicht. Wenn es ihm in der Welpenschule zu langweilig war, brachte er es fertig, den anderen Teilnehmern an die Schuhe zu pinkeln. Bei Suchspielen, in welchen der Hund sein Herrchen oder Frauchen finden sollte, schnüffelte er lieber an den Blumen, als Frauchen zu suchen. Apportierspiele? Frauchen Du hast das Stöckchen weggeworfen, dann hol es Dir gefälligst selber wieder.

 

Als Jahre später, noch zwei weitere  Hunde ins Haus kamen, wurden diese erst sorgfältig begutachtet. Schnell mit ihnen angefreundet, zeigte er ihnen  bei Ungehorsam aber immer wieder, wer hier der Chef und was zu tun ist. Fremden Hunden gegenüber verteidigte er aber sein Rudel.

 Gassi gehen war seine große Leidenschaft. Dies genoss er im wahrsten Sinne des Wortes. Erst lief er einige Meter voraus um dann im Frühjahr oder auch Sommer, bei der ersten Blume stehen zu bleiben um sie zu beschnüffeln. Er war darin so vertieft, dass er, obwohl wir schon einige zig Meter voraus, immer noch an seiner Blume stand. Beim Abrufen schaute er zwar kurz in unsere Richtung um anschließend deren Duft weiter zu genießen. Bronco holte ihn dann ganz schnell wieder zu uns.

 

Bei Begegnungen mit Hündinnen spielte er gern den Casanova. Nicht nur Kopf, Ohren und Schwanz wurden in die Höhe gestellt, nein, auf einmal plüsterte er sein prächtiges Fell auf und stellte sich zur Schau. Den meisten Hundedamen gefiel dies und er vollführte mit ihnen einen wahren Freudentanz.

 

Gesundheitlich war er absolut robust bis im Alter von 9 Jahren Spondylose festgestellt wurde. Ein Jahr später kam auch noch Arthritis hinzu welche mit entsprechenden Schmerzmitteln behandelt wurde. In seinem letzten Lebensjahr vollzog sich bei ihm eine Wandlung, er konnte ohne sein Herrchen einfach nicht mehr sein. Halb bellend und heulend rief er immer wieder nach mir. War ich bei ihm, war seine Welt in Ordnung und er fühlte sich sichtlich wohl. Nach seinen Streicheleinheiten schlief er  dann meistens sehr schnell ein. Wenn er wieder wach wurde, teilte er mir mit Lauten oder Blicken, seine dementsprechenden Bedürfnisse mit, welche ihm bis zu seinem letzten Tag auch erfüllt wurden.

 

Aico war vom ersten bis zum letzten Tag, ein ausgesprochen  lieber und anspruchsloser  Hund, welcher nicht nur die Herzen der Hundedamen sondern auch die der Menschen erobert hat.

 

Seine Reise über die Regenbogenbrücke durfte er in meinen Armen antreten.

Du hast eine große Leere hinterlassen.

 

Aico, Du wirst für immer einen Platz in meinem Herzen einnehmen.